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Entspannter Einstieg ins neue Jahr

Seit einigen Jahren hat es sich bei uns so eingebürgert, dass wir das Jahr mit ein paar entspannten Tagen im Bregenzerwald beginnen. Und so haben wir uns auch dieses Mal wieder im Café Trude einquartiert. Durch Zufall sind wir hier bei unserem ersten Besuch gelandet und seitdem zieht es uns immer wieder in die angenehme und freundliche Atmosphäre. Das von der Familie Hammerer betriebene Café liegt in dem kleinen Örtchen Egg, auf etwas über 560 Metern. Und obwohl die Gegend in Österreich als recht schneesicher gilt, kam es in den vergangenen Jahren immer wieder vor, dass der Jahreswechsel nicht von weißen Schneemassen begleitet wurde.

Am ersten Tag wandern wir noch über grüne Wiesen und nur die Berge ringsum muten ein wenig so an, als wären sie zaghaft mit Puderzucker bestäubt worden. Unweit von Egg in der Gemeinde Sibratsgfäll setzten sich im Mai 1999 die Hänge des Rindbergs in Bewegung. Zahlreiche Häuser wurden teilweise bis zu 180 Meter talwärts geschoben, alle Einwohner mußten evakuiert werden und die kleine Kirche wurde so stark beschädigt, dass sie abgerissen werden mußte. Stellenweise ließ man die Häuser an ihrer neuen Position stehen, als Mahnmal für die Machtlosigkeit des Menschen gegenüber den Kräften der Natur. Und so wandert man zwischen den verbliebenen Häusern hindurch, die krumm und schief an den Hängen stehen, wie wahllos gestapelte Kartons. Unweit der ursprünglichen Stelle wurde eine neue Kapelle errichtet, diese könnte man im Notfall innerhalb von 48 Stunden abbauen und in Sicherheit bringen. Immer wieder passieren wir kleine Stationen, die die geologischen Aktivitäten der Gegend aufzeichnen, um frühzeitig warnen zu können, sollte sich ein derartiges Ereignis wiederholen.

In der darauffolgenden Nacht ändert sich das Wetter und pünktlich, wie vom Wetterbericht vorhergesagt, weht der Wind schneegefüllte Wolken herbei, die ihre Ladung über Egg abwerfen.

Und so können wir in den darauffolgenden Tagen ausgiebige Touren bei zweistelligen Minusgraden und schönem Sonnenschein durch die Bergwelt der Umgebung machen.

Ruth wäre nicht der Bärennarr, der sie nun einmal ist, würde sie nicht auf jeder Reise zumindest ein kleiner Zeitgenosse begleiten. Wegen der Witterung ist es diesmal ein Bärchen mit Regenmantel und Hut.

In diesem Sinne hoffen wir, dass ihr alle einen ebenso schönen und entspannten Start in ein hoffentlich gutes neues Jahr hattet!

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