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Cisnadioara

Wir verlassen Sibiu in südlicher Richtung. In dem angrenzenden Waldgebiet sieht man Radwege, die ersten überhaupt, die uns bewußt in Rumänien auffallen. Insgesamt ist das hier im Frühling und Sommer mit Sicherheit ein wunderschönes Erholungsgebiet. Unser Ziel ist der nahegelegene Campingplatz Ananas. Doch leider stehen wir dort vor einem verschlossenen Tor. Er macht erst Mitte April auf. Und so fahren wir ins Dorfzentrum von Cisnadioara, das unterhalb einer romanischen Wehrkirche am Fuße des Michelsberges liegt.

Um das schöne Abendlicht zum Fotografieren nutzen zu können, fackeln wir nicht lange und nehmen die Pension "Casa Belvedere" direkt neben der Kirche. Von hier hat man einen schönen Blick auf die kleine Kapelle auf dem Hügel, aber das war zu erwarten bei dem Namen. Das Zimmer ist im Verhältnis teuer, es kostet 200 Lei pro Nacht, aber die Lage ist toll, die Zimmer groß und schön eingerichtet mit echtem, dunklen Holzboden und das Grundstück, das zur freien Nutzung bereit liegt, bietet eine Menge. So findet man zahlreiche Grillmöglichkeiten, Feuerstellen und im Sommer ein kleines Schwimmbecken. Alles Dinge, die wir leider nicht nutzen können, aber entspannte Tage kann man hier mit Sicherheit verbringen. Peter, der Besitzer, erzählt uns, daß in dem Dorf nur noch 50 Rumänen leben. Der Rest sind Siebenbürgener Sachsen, die teilweise aus den umliegenden Orten hierher gezogen sind und einige niederländische Familien. Weiter berichtet er, daß sie dieses Jahr einen unverhältnismäßig kalten Winter hatten und noch vor wenigen Tagen hier Schnee lag. Wir sind gespannt wie sich unsere Vorhaben, in die Berge zu fahren, umsetzen lassen.

Kurz vor Sonnenuntergang steigen wir hinauf auf den Michelsberg. Erika, die Pförtnerin, drückt uns einen Schlüsselbund in die Hand mit dem wir das Tor in der Mauer und die Tür zur Kirche aufschließen können. Im letzten Licht der untergehenden Sonne stehen wir oben vor der kleinen Wehrkirche aus dem 13. Jahrhundert. Ein alter, knorriger Baum steht wie ein Wächter neben dem Eingang.

Auf dem Rückweg durchs Dorf sitzen auf einem kleinen, zentralen Platz einige Jugendliche mit ihren Gitarren und singen lauthals eine rumänische Variante von "Yellow Submarine".

Wieder zurück im Zimmer sichern wir die Bilder des Tages und gönnen uns ein typisches rumänisches Abendessen: Weißbrot, harte Salami, weicher Käse, Zacusca und Borsec Wasser.

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