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Quer durch Rumänien

Unser Weg führt uns weiter in Richtung Osten. Wir fahren zu einer kleinen steinernen Kirche in der Nähe von Densus, etwas abseits des Weges. Es ist eine der ältesten Kirchen in Rumänien, in der noch Gottestdienste abgehalten werden und die Steine, die für ihren Bau Verwendung fanden, stammen zum Teil aus der dakischen Anlage von Sarmizegetusa Regia. Vor zwei Jahren hatten wir Sarmizegetusa Regia bei wesentlich kühlerem Wetter und Nebel, der sich stimmungsvoll in den Baumkronen verfing, besucht.

In Targu Jiu beziehen wir ein Zimmer in einem Hotel, das in einem Bau untergebracht ist, der stark an die vergangene, sozialistische Zeit erinnert. Es liegt günstig direkt an der Calea Eroilor und grenzt an die Parkanlage, in der zwei Kunstwerke des rumänischen Künstlers Brancusi zu finden sind. Zunächst erreicht man das Tor des Kusses, ein Stück dahinter ist der Tisch des Schweigens zu finden. Folgt man vom Park der Calea Eroilor durch die Stadt, dann erreicht man ein weiteres Werk von Brancusi, die Endlose Säule. Sie steht inmitten einer Wiese und wenn man ihr zu Füßen steht, dann macht sie ihrem Namen alle Ehre und scheint sich tatsächlich endlos in den blauen Himmel hinauf zu erstrecken.

Auf unserem Weiterweg kommen wir durch den kleinen Ort Horezu. Er ist bekannt für seine Keramik. Über all neben der Straße werden die Waren in kleinen und größeren Läden angeboten, es gibt sogar ein Haus, das die Form eines Kruges hat. Biegt man aber im Ort auf eine kleinere Straße und folgt ihren engen Windungen für einige Kilometer, dann kommt man zu den eigentlichen Keramik-Werkstätten, die in kleinen, bunten Holzhäusern untergebracht sind. Hier kann man auch den Künstlern noch über die Schulter schauen, während sie ihre Teller, Krüge und Töpfe herstellen und bemalen. Möchten man Waren kaufen, dann kann man dies hier für sehr kleines Geld tun, in den Läden für Touristen zahlt man ein Vielfaches davon.

So heiß wie diesen Sommer haben wir es in Rumänien bisher nicht erlebt. Schon früh am Morgen nähern sich die Temperaturen der 30 Grad Grenze, steigen dann den Tag über bis in Regionen um die 40 Grad und selbst nachts bleibt es warm. Selten kommt es zu kurzen Gewittern und Regen, aber auch das bringt keine Abkühlung. So ist es auch an einem Abend, als wir in Curtea de Arges ankommen. Als das Wetter nach kurzen Regenschauern wieder aufklart, spiegelt sich die helle Bischofskirche in den großen Pfützen. Fast wähnt man sich angesichts all der reichen Verzierungen, die die Fassaden schmücken, irgendwo an der Seidenstraße. Am nächsten Morgen sind wir zum Gespräch beim Erzbischof geladen, es geht um eine Fotoerlaubnis für Innenaufnahmen. Nach einer ausführlichen Unterhaltung und einer genauen Darlegung unserer Absichten, erhalten wir die Erlaubnis und bekommen einen sehr netten und hilfsbereiten Pater zur Seite gestellt, der für uns Absperrungen entfernt, Besucher zurückhält und uns viele interessante Details zur Geschichte erzählt.

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